Über den KET
Unsere Geschichte:
Die erfolgreiche Re-Kommunalisierung der TEAG
Ein starkes Stück Thüringen in kommunaler Hand: Die Erfolgsgeschichte der Thüringer Energie (TEAG) zeigt, was starke Partnerschaften und entschlossenes Handeln der Kommunen bewegen können. Aus einer historischen Chance wurde ein zukunftsweisendes Erfolgsmodell.
Der Weg zurück in die Region (2012–2013)
Im Frühjahr 2012 kündigte E.ON den Verkauf seiner Mehrheitsanteile an der damaligen E.ON Thüringer Energie AG an. Für die Thüringer Kommunen war dies die historische Chance zur Re-Kommunalisierung – und sie haben sie ergriffen:
- November 2012: Um das Vorhaben rechtlich und finanziell abzusichern, gründeten zunächst fünf Kommunen den Kommunalen Energiezweckverband Thüringen (KET). Später unterstützten insbesondere 467 Kommunen durch ihren Beitritt die Re-Kommunalisierung.
- Die Umsetzung 2013: Der KET erwarb 46,12 % der TEAG-Anteile und löste gleichzeitig bestehende Gesellschafterdarlehen ab.
- Das Finanzierungsmodell: Als Zweckverband konnte der KET von besonders günstigen Kommunalkrediten und KfW-Förderdarlehen profitieren.
Optimierung und Weiterentwicklung: Die Modellpflege (2017)
Um die Struktur noch stabiler, steuerlich vorteilhafter und für alle Beteiligten gerechter zu gestalten, wurde das Beteiligungsmodell im Jahr 2017 strategisch angepasst („Modellpflege“):
- Der KET übertrug seine direkte Beteiligung von 46,12 % an der TEAG im Rahmen einer Kapitalerhöhung auf die KEBT AG, die im Ergebnis 82,15 % an der TEAG hält.
- Das Ergebnis: Alle Thüringer Kommunen konnten dauerhaft in die TEAG eingebunden, der Aktionärskreis langfristig stabilisiert und der kommunale Einfluss im Aufsichtsrat und im Unternehmen gesichert werden.
Die heutige Struktur auf einen Blick
Auch wenn der KET heute keine direkten Anteile mehr an der TEAG hält, sichert er über seine Beteiligung an der KEBT AG weiterhin den maßgeblichen kommunalen Einfluss auf Thüringens größten Energiedienstleister:
Aktueller Stand: Der KET hält rund 79 % der Stimmen (entspricht ca. 75 % der Anteile) an der KEBT AG, die wiederum die Mehrheit an der TEAG hält. Damit bleibt die Energieversorgung Thüringens fest in der Hand seiner Städte und Gemeinden.